Arten von Unfallversicherungen

Welche Arten von Unfallversicherungen gibt es?

Hat man sich zum Abschluss einer privaten Unfallversicherung entschlossen, so sollte man sich noch entscheiden, was für eine Art von Versicherung es sein soll. Grundsätzlich bieten alle großen Versicherungen die Absicherung im Falle eines Unfalls an. Vergleichen lohnt sich aber dennoch, da jede Versicherung andere Tarife und Ein- bzw. Ausschlüsse hat.  

 

Die gesetzliche Unfallversicherung

Ohne eine Zusatzversicherung abzuschließen, ist man als Österreicher automatisch gesetzlich unfallversichert. Bei der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt, sind alle Unfälle von arbeitenden Personen oder Schüler abgesichert, wenn diese bei der Arbeit oder in der Schule oder auf dem Hin- oder Rückweg nach Hause eintreffen. Von der Versicherungsanstalt werden Invaliditätsrenten gezahlt, die aber nicht dazu ausreichen den normalen Lebensstandard weiterzuführen. Zudem muss nach einem Unfall damit gerechnet werden, dass erhebliche Mehrkosten auf den Betroffenen zukommen und somit ist, zur optimalen Absicherung, eine private Unfallversicherung unausweichlich.

 

Die Risikounfallversicherung

Bei einer privaten Risikounfallversicherung wird lediglich das Risiko auf einen Unfall abgesichert. Durch Zahlung von monatlichen Beiträgen sichert man sich über die Versicherungsgesellschaft eine Invaliditätssumme als Einmalzahlung sowie eine Invaliditätsrente ab. Zusätzlich kann man eine Todesfallsumme, Krankenhaustagegeld oder Kurkosten absichern. Viele Versicherungsgesellschaften bieten auch noch weitere Leistungen an, wie z.B. die Übernahme der Kosten für kosmetische Operationen nach einem Unfall mit Brandverletzungen oder Bergungskosten nach einem Lawinenunglück oder Bergunfall. Auch Rücktransportkosten vom Ausland ins Inland werden oft mit abgesichert. Eine Risikounfallversicherung läuft meist über drei oder fünf Jahre und kann danach gekündigt werden. Unternimmt die versicherte Person nichts, so verlängert sich der Vertrag um ein weiteres Jahr zu den Selben Bedingungen. Die zu zahlenden Beiträge sind für eine gute Absicherung nicht sehr hoch, man bekommt aber, wenn kein Unfall eintritt, kein Geld zurück.

 

Die Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr

Schließt man eine Unfallversicherung ab, so wünscht man sich natürlich nicht, dass man diese benötigt. Wenn man den zu zahlenden Beitrag wieder zurückhaben möchte, dann sollte man sich für eine Versicherung mit Beitragsrückgewähr entscheiden. Die Beiträge sind, bei gleichen Leistungen zur Risikounfallversicherung, um einiges höher, dafür bekommt man sein Geld am Ende der Laufzeit plus eine geringe Verzinsung zurück. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn man die Versicherung als Sparplan sieht. Die Laufzeit sollte aus steuerlichen Gründen aber mindestens 12 Jahre betragen, will man einen niedrigeren Beitrag, sogar noch länger. Eine Kündigung vor Ablauf ist nicht sinnvoll, da der Versicherungsschutz verfällt und der Ertrag sich erst mit Ablauf der Versicherung einstellt.  

 

Unfallversicherung mit Einmalbeitrag

Möchte man sich gegen einen Unfall absichern, aber keine monatliche Verpflichtung eingehen, so kann man dies umgehen, indem man einen Einmalbeitrag zahlt. Damit eine sinnvolle Absicherung zustande kommt, sollte der Einmalbetrag aber mindestens bei 10.000 Euro liegen. Der eingezahlte Betrag kann als Geldanlage gesehen werden, der auch erst mit Ablauf versteuert werden muss. Eine interessante Anlage für Personen, die zu hohe Zinseinkünfte haben.  

 

Seniorenunfallversicherung

Viele Versicherungsgesellschaften haben spezielle Angebote für Personen ab 50 Jahren. Da beim Eintritt in eine Unfallversicherung Fragen zur Gesundheit beantwortet werden müssen, werden viele ältere Personen ausgeschlossen. Aber speziell für diese ist eine Absicherung wichtig. Ein Sturz und ein Bruch des Beines oder des Armes mit bleibenden Folgen ist schnell passiert.  

 

Kinderunfallversicherung

Auch die Zielgruppe der Kinder wird bedacht. Günstige Angebote mit tollen Absicherungen sind möglich. Auch Ansparpläne mit kombinierter Unfallversicherung sind zu empfehlen, damit die Kinder zur Volljährigkeit oder zum Studiumbeginn ein Startkapital haben.  

 

Wichtig ist beim Abschluss einer solchen Versicherung Tarife zu vergleichen, dann findet jeder das Richtige.  

 

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