Leistungsumfang

 

Leistungen der privaten und gesetzlichen Unfallversicherung  

Bei der privaten Unfallversicherung erhält der Vertragsnehmer einer Geldleistung zurück, wenn ein Versicherungsfall eingetreten ist. Im Gegensatz zu der gesetzlichen Unfallversicherung gilt der Schutz bei Unfällen weltweit und in jeder Tageszeit.  

 

Zusätzliche Leistungen wie Tod durch einen Unfall, Kurkostenbeihilfe, Leistungen bei Knochenbrüche, kosmetische Operationen und andere können zusätzlich versichert werden.  

Durch Prämienzahlungen kann man den Versicherungsschutz erweitern mit zum Beispiel Ökoleistungen, die bei Unfällen bei der Benutzung von öffentlicher Verkehrsmittel aufkommt. Leistungseinschränkungen dagegen sind bei alkoholbedingten Unfällen eventuell im Verkehr.  

 

Ein Unfall liegt vor, wenn plötzliche Einwirkungen von außen auf den Körper unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung hervorrufen. Ein Unfall liegt auch vor, wenn Gliedmaßen oder die Wirbelsäule verrenkt wurden und Muskeln, Sehnen, Kapseln oder Bänder gerissen sind. Oder wenn bei einem anheben eines schweren Gegenstandes die Bizepssehne reißt. Dagegen werden Bandscheibenvorfälle meist nicht versichert. Von manchen Versicherungen werden auch angeboten, typische Erkranken oder das erstmalige auftreten solcher wie Herzinfarkte oder Krebserkrankungen einem Unfall gleichgestellt zu werden.  

 

Versicherungsleistungen

 

Eine Versicherungsleistung kann mit einer einmaligen Geldleistung erfolgen oder mit einer lebenslangen Rente. Andere Unfallfolgen können gegen eine Mehrprämie erfolgen hierbei wird einen festen Kapitalbeitrag für den Fall des Unfalltodes versichert. Fällig wird dieser Betrag, wenn die versicherte Person innerhalb eines Jahres an den Unfallfolgen des Unfalles verstirbt. Diese Vereinbarung ist nur sinnvoll, wenn durch den Tod der versicherten Person trotz der schweren Verletzung kein Leistungsanspruch entsteht. Die Invaliditätsleistung kann frühestens 12 Monate nach dem Unfall verlangt werden. Um den Zeitraum der Leistung zu überbrücken, kann eine zusätzliche Übergangsleistung vereinbart werden, dabei wird ein fester Geldbetrag bei schweren Verletzungen fällig, wenn der Versicherte wegen der Unfallfolgen in einem bestimmten Zeitraum, seine Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Es gibt viele verschiedene Leistungsarten die vereinbart werden können. Unter anderem das Krankenhaustagegeld, dies ist nach der Entlassung aus dem Krankenhaus fällig. Dann gibt es noch ein sogenanntes Unfall-Tagesgeld, dies dient zur Absicherung von Selbstständigen. Je nach dem Grad der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit wird dieser prozentual fällig. Dann gibt es noch Sofortleistungen, hierbei handelt es sich um bestimmte schwere Verletzungen bei denen ein fester Geldbetrag beinhaltet ist. Schmerzensgeld werden on vielen Versicherungsgesellschaften angeboten, bei denen die genaue Verletzung definiert wird und in festen Prozentsätzen der Schmerzensgeldsumme versichert wird. Weitere Leistungen sind die Kosten für kosmetische Operationen, zum Beispiel bei Entstellungen nach einem Unfall. Erstattungen von Herbergungskosten werden von der Krankenkasse Teil oder gar nicht übernommen. Zum Beispiel auch Hubschrauberrettungsflüge im Ausland nach einem Skiunfall.  

 

Unterschied wischen gesetzlicher und privater Unfallversicherung

 

Freizeitunfälle, Pensionisten, Vorschulkinder und nicht erwerbstätige Ehepartner sind bei der gesetzlichen Unfallversicherung nicht versichert bzw. versicherbar im Gegensatz zu der privaten Unfallversicherung.  

 

Die Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung sind arbeitsbedingt Gesundheitsgefahren, Maßnahmen zur Früherkennung von Berufskrankheiten, Arbeitsunfälle. Heilbehandlungen, Hausratshilfe, Rentenabfindung, Betriebshilfe für Landwirte, Sterbegeld und Beihilfe. Zuständig sind gewerbliche und die landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, die Unfallkasse Post und Telekom, die Unfallkassen der Länder und Gemeinden, die Feuerwehr-Unfallkassen, die Eisenbahn-Unfallkassen und die Gemeindeunfallversicherungsverbände.  

 

Kritisiert wird der Versicherungsschutz der Unfallversicherung. Der überwiegende Teil der Berufsunfähigkeit wird durch Krankheiten verursacht. Eine Berufunfähigkeitsversicherung ist daher eher vorteilhaft als die Unfallversicherung.  

 

2010 betrugen die Prämien der privaten Unfallversicherung 829 Millionen Euro.  

 

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