Was ist ein Unfall?

 

Wie definiert eine Versicherung einen Unfall?  

Die Unfallversicherung ist eine der wichtigen Formen von Versicherungen, die sehr wichtig sein kann, wenn einem ein Unfall geschieht und einem diverse Zusatzkosten oder Verdienstausfälle drohen. Wann zahlt aber genau eine Versicherung und was bedeutet demzufolge eigentlich der Begriff Unfall?

 

Rein theoretisch gibt es bei Unfallversicherungen die Definition, dass ein Unfall dann vorliegt, wenn eine Aktion plötzlich, unfreiwillig und von außen auf den Körper einwirkt, so dass dieser in Mitleidenschaft gezogen wird. Sprich ein Schlag, ein Zusammenstoß oder ähnliches, was dem Körper eine Art der Verletzung zuführt. Laut dieser Definition sind es also keine Krankheiten und auch keine selbst zugefügten Schäden, die von der Unfallversicherung als Unfall angesehen und somit mit einer Leistung der Versicherung bedacht werden.

 

Die meisten Unfälle, die zudem dieser Definition entsprechen, passieren bei Stürzen, Autounfällen - alles Situationen, denen man wohl kaum eine Absicht unterstellen kann. So sagt man auch, dass die meisten Unfälle im Haushalt passieren, wo man hinfällt oder etwas auf einen fällt und man dadurch einen Schaden erleidet.

 

Die gesetzliche und die privaten Unfallversicherungen unterscheiden sich zudem vor allem in dem wesentlichen Punkt, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur solche Unfälle anerkennt, die auf der Arbeit beziehungsweise auf dem Weg dorthin oder auf dem Weg von der Arbeit nach Hause passieren. Bei Kindern dann noch Unfälle im Kindergarten oder in der Schule. Alle Unfälle, die im Freizeitbereich oder eben im Haushalt geschehen, können nur über eine private Unfallversicherung abgesichert werden.

 

Diese privaten Unfallversicherer dehnen dabei den oben angesprochenen Unfallbegriff in vielen Fällen auch aus, so dass es noch mehr Fälle gibt, in denen man mit einer Leistung rechnen kann. So werden bei vielen Anbietern Fälle als Unfall anerkannt, bei denen nicht eine plötzliche Einwirkung von außen, sondern eine erhöhte Kraftanstrengung der Auslöser für eine Verletzung war. So sind Verrenkungen von Gelenken oder das Zerreißen von Muskeln, Sehnen, Kapseln oder Bändern durch solche Kraftanstrengungen vom Versicherungsschutz umfasst. Bandscheibenvorfälle sind dagegen aber in aller Regel ausgeschlossen.

 

Teilweise werden sogar Infektionen mit in den Versicherungsschutz hineingenommen, weil manche Versicherer sagen, dass solche Infektionen in der Regel auch von außen auf den Körper einwirken und sicher auch unfreiwillig entstehen. Gleiches gilt vor allem bei Kindern für Impfungen. So werden Impfschäden als Unfall angesehen, weil eben dann die Spritze von außen auf den Körper einwirkt und für eine Verletzung sorgt.

 

Von vornherein ausgeschlossen sind meistens Unfälle, die bei einer regelmäßig ausgeführten Risikosportart entstehen. Aus diesem Grund wird im Antrag auch nach solchen Hobbies gefragt, weil der Versicherer in solchen Fällen die Unfreiwilligkeit nicht mehr zu 100% anerkennt und somit keinen Unfall laut oben genannter Definition sieht. Gegen die Zahlung eines höheren beitrages gibt es aber auch Versicherungen, die diese Risikosportarten mit in den Versicherungsschutz aufnehmen, um dem Kunden eine noch größere Sicherheit zu bieten.

 

Man sieht also, dass der Leistungsumfang gerade in der privaten Unfallversicherung sehr groß sein kann, weshalb es auf jeden Fall auch Sinn macht, vor einem Abschluss viele verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, was sich nicht nur auf einen optimalen Versicherungsschutz sondern auch auf einen attraktiven Beitrag auswirkt.  

 

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